Inana

Kurzfilm / 15 min / in Finanzierung

Saydnaya-Gefängnis, Syrien:

Ausgehungert, gedemütigt und ohne jede Hoffnung steht Inana kurz vor dem Zusammenbruch. Als ihr Wächter noch einmal zurückkehrt, um sie zu vergewaltigen, sieht sie plötzlich eine Chance zur Rache...

Inana

Saydnaya, Syriens berüchtigtes Gefängnis für politische Feinde. Inana wurde in einer dunklen Isolationszelle unter der Oberfläche eingesperrt. Nachdem sie wiederholt gefoltert wurde, hat sie jede Hoffnung auf ihre Freilassung verloren. Das Einzige, was ihr hilft, in der Einsamkeit der Zelle nicht zu verzweifeln, ist ein heimlicher Begleiter: eine kleine Maus, die gelegentlich aus einem Loch in der Wand auftaucht. Inana erzählt der Maus mythische Geschichten, sowohl über ihre Namensvetterin, die Göttin Inana, als auch über Eva, die erste Frau. Sie erzählt und interpretiert ihre Legenden - Projektionen von Stärke und Widerstand, an denen man sich festhalten kann, im Gegensatz zur bitteren Realität ihrer Ohnmacht.

Wenn Inana Schritte näherkommen hört, weiß sie, was auf sie zukommt. Hisham, der Wächter, hat sie schon mehrmals vergewaltigt. In der Zelle entdeckt Hisham, was Inanas Widerstand so lange aufrecht erhalten hat. Er spielt ein perfides Spiel und scheint es zu schaffen, Inanas Geist zu brechen. Er erreicht die Unterwerfung, nach der er sich gesehnt hat. Aber seine Begierden lassen ihn die Vorsicht vergessen. Der Machtkampf zwischen Hisham und Inana entfaltet sich in Echtzeit, nur unterbrochen durch zwei Rückblenden. Am Ende ist Inana erneut gedemütigt und verletzt worden. Doch als Hisham neben ihr eindöst, ergreift sie ihre Chance, Rache zu nehmen.

In der syrischen Mythologie ist Inana die Göttin der Liebe, des Krieges und der Gerechtigkeit.

Team

Buch und Regie: Ragda Alazizi

Produktion: Wood Water Films 
Produzenten: Karoline Henkel, Jasper Mielke, Arto Sebastian
Ko-Produzentin: Ragda Alazizi

 

 

 

 

 


Info

Genre: Drama
Produktionsjahr: 2020-2021
Förderung: Filmpreis der Robert Bosch Stiftung
Stand: in Finanzierung